Das Opfer im Spannungsfeld von Auf-Gabe und (An)-Näherung
Bei einem Studientag am 28. und 29.2.2020 nahm uns die Leitende Militärdekanin Pfarrerin Petra Reitz mit auf eine Reise in das anspruchsvolle Spannungsfeld, das heute beim Umgang mit dem Begriff des Opfers aufgespannt wird.
Wir tauchten in die Geschichte und Entwicklung von Opferkult und Opferverständnis ein - beginnend in vorjüdischer Zeit bis hin in die Gegenwart mit ihren gesellschaftlichen Herausforderungen von Terror, Gewalt und Missbrauch - und begaben und auf eine Entdeckungsreise durch biblische Opfererfahrungen.
Frau Pfrn. Reitz führte uns entlang des hebräischen Urtextes durch den Brudermord von Kain an Abel hindurch und mit Abraham und Isaak den Berg Horeb hinauf, wo wir die Geschehnisse in ungewohnten Perspektiven betrachten und immer wieder neu über GOTT ins Staunen geraten konnten. Über unseren GOTT, der mit SEINEM Angebot des Bundesschlusses an den Menschen, trotz und in aller Schuld, die er immer wieder auf sich lädt, das traditionelle Schema des Opferkultes eins ums andere Male durchbricht und mit Christus endgültig überboten und aufgehoben hat.
Wir sind dankbar für theologisch und geistlich intensive Tage, die uns einmal mehr deutlich machten, dass wir immer wieder eingeladen sind, unseren GOTT ein Stück größer, weiter und unbegreiflicher zu denken, als wir es gewohnt sind.
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