Peramiho

Geschichte des Priorats Peramiho

Unsere ersten vier Schwestern kamen unter Leitung von P. Bonifatius Fleschutz 1988 in “Deutsch Ostafrika” (später “Tanganyika”) an. Trotz großer Entbehrungen und Krankheiten erwiesen sich ihre missionarischen Bemühungen in Pugu als fruchtbar. Doch am 13. Januar 1889 wurde die Mission von Rebellen zerstört, die von Arabern aufgehetzt waren. Unsere Sr. Martha Wansing und zwei Brüder wurden ermordet. Sr. Benedicta Sivering wurde gefangengenommen und im März nach Zahlung eines hohen Lösegeldes wieder freigelassen.

Der Überfall auf Pugu verstärkte nur den Wunsch der deutschen Schwestern, auf afrikanischen Boden zurückzukehren, um die Frohe Botschaft zu bringen. 1889 wurde in Dar es Salaam eine Neugründung gemacht. Im Jahre 1901 kamen die ersten vier Schwestern nach Peramiho. Mit echtem missionarischem Eifer ertrugen sie die Schwierigkeiten des Klimas, der Krankheit, Sprache und Kultur. Sie begannen sofort, ein "Krankenhaus" und eine Schule zu errichten.

Allerdings brach erneut eine Tragödie auf die Gemeinschaft herein, diesmal durch den "Maji-Maji-Aufstand" von 1905. Sr. Felicitas Hiltner und Sr. Cordula Ebert waren auf dem Weg zu ihrem neuen Einsatzort in Kigonsera (Priorat Peramiho), als sie zusammen mit Bischof Cassian Spiss und zwei anderen Mönchen ermordet wurden. Als sie Gerüchte hörten, dass sich Rebellen Peramiho näherten, flohen die Missionarinnen. Die Mission wurde angegriffen und zerstört.  

Die Missionarinnen waren nicht aufzuhalten und kehrten innerhalb von zwei Jahren mit neuer Kraft und Vertrauen auf Gottes Hilfe zurück. Sie wurden jedoch noch einmal während des Ersten Weltkrieges, unter der britischen Besatzung, gefangengenommen, nach Süd Afrika gebracht und später ins Mutterhaus zurückschickt.

Pugu

Das Gedenkkreuz in Pugu

Mikukuyumbu

Der Überfall in Mikukuyumbu

1923 durften drei nicht-deutsche Schwestern nach Peramiho zurückkehren. Ab 1926 bekamen auch die Deutschen diese Erlaubnis, und beständig kamen neue Missionarinnen hinzu, um die Mission wieder aufzubauen. Zu dieser Zeit war großer Bedarf an gut ausgebildetem Personal, damit die Lehrer-Ausbildungsschule und Handelsschule nach den Bestimmungen der britischen Regierung eröffnet werden konnte. Zwölf Außenstationen wurden unter der ersten Priorin, Sr. Ermenilde Morrisey, gegründet. 1933 wurde das Priorat Peramiho offiziell unter Abt-Bischof Gallus Steiger errichtet. Das Priorat wuchs auf fast 100 Schwestern an.

Bereits in diesen frühen Jahren äußerten viele einheimische Mädchen ihren Wunsch, Schwester zu werden. Es wurde beschlossen, ihnen dabei zu helfen, ihre eigene Gemeinschaft zu gründen. Die Mädchen wurden von unseren Schwestern unterrichtet und hatten ihr erstes Kloster auf unserem Grundstück. Das war die Geburtsstunde der St. Agnes Kongregation, (oft als "die Chipole Schwestern" bezeichnet), die bis heute auf mehr als 700 Mitglieder angewachsen ist.

Peramiho Ostern 1930

Ostern 1933

Peramiho 1933

Konvent 1933

Peramiho_1933_Hospital

Hospital

Peramiho Schulhof

Schulhof

Der Zweite Weltkrieg brachte seine eigenen Herausforderungen. Die umsichtigen Verhandlungen von Abt Gallus ermöglichten es aber den Missionarinnen, dass sie in Peramiho bleiben konnten, jedoch mit vielen Einschränkungen. Aus Deutschland durften sie keine Briefe, Güter, Geld oder neue Schwestern erhalten. Das verstärkte die Not ihrer ohnehin schon schwierigen Situation.

Ab den 1950er Jahren konnten immer weniger Missionarinnen aus dem Mutterhaus geschickt werden, und die Härten des missionarischen Lebens belasteten viele der älteren Schwestern sehr. Es wurde unmöglich, alle Außenstationen zu halten. Eine Mission nach der anderen wurde den Chipole-Schwestern übergeben. Da sich unsere Kongregation aber auch entwickelte, wurden neue Missionarinnen geschickt, zuerst von den Philippinen und später von anderen Ländern.

In den frühen 1960er Jahren begann eine starke politische Unabhängigkeitsbewegung im Land, und Tanganyika wurde unter Julius Nyerere unabhängig. Der Name des Landes wurde schließlich in Tansania umgeändert. 1969 erhielt die Ortskirche von Peramiho ihren ersten afrikanischen Bischof: Bischof James Komba. Viele unserer Schulen und Institutionen wurden verstaatlicht.

Peramiho Nähschule

Peramiho Nähschule mit Sr. Heimrada

Morogoro Sr  Fromunda

Lepradorf Morogoro mit Sr. Fromunda

Permiho Sekundarschule

Peramiho Sekundarschule

Peramiho Krankenhaus Küche Fuer Verwandte

Küche für Angehörige von Patienten des Hospitals

In den 1980er Jahren begann ein „neues Kapitel“ in der Geschichte des Priorats Peramiho, als die ersten afrikanischen Kandidatinnen aufgenommen wurden. Dieser hoffnungsvolle Schritt wurde von unseren weitsichtigen Priorin M. Isentrud Lehner in die Wege geleitet. 

Unsere ersten Kandidatinnen wurden zur Ausbildung nach Nairobi geschickt. Durch die gemeinsamen Bemühungen von Priorin M. Pia Portmann und der Hilfe philippinischer Missionarinnen entwickelte das Priorat Peramiho im Jahr 2000 ein eigenes Ausbildungsprogramm. Bis zum heutigen Tag steigt die Zahl neuer Mitglieder in der Gemeinschaft stetig an.

Ab 1. Januar 2015 zählt die Gemeinschaft 45 Schwestern mit ewiger Profess, 10 Jungprofessen, 7 Novizinnen, 12 Postulantinnen und 2 Aspirantinnen.

Peramiho Zeitliche Profess

Peramiho Unterricht

Peramiho Vorabend Ewige Rat Der  Aelteren

Peramiho Ring

Mit der Hoffnung und Kraft neuer Mitglieder konnten bisherige Aufgaben verstärkt und neue Aufgaben übernommen werden. Derzeit sind die Schwestern in folgenden Aufgabenbereichen tätig.

Peramiho:

  • Peramiho Haupt- und Realschule für Mädchen, sechs Jahrgänge
  • Berufsfachschulen für Schneiderei und Elektrotechnik (Eigentum der Mönche)
  • St. Joseph Missions-Hospital und Krankenpflegeschule (Eigentum der  Mönche
  • St.-Martins-Wohnheim für Mädchen, die staatliche Schulen besuchen.
  • Nicht-institutionelle Dienste, Bibel-Gruppen, kleine christliche Gemeinschaften, , sozial-pastoraler Unterricht
  • St. Anna’s Gesundheitszentrum, Poliklinik, Waisenhaus
  • St. Raphael’s Berufsschule für Nähen und Kochen
  • Leprosorium (Bewohner) & Ambulante Betreuung von Leprakranken
  • Hilfe für Waisenkinder – Realschule für Waisenkinder
  • Waisenhaus vom Guten Hirten und Kindergarten

Uwemba:

Morogoro:

Mjimwema:

Voll Dankbarkeit und Gottvertrauen haben wir unsere ersten internationalen Missionarinnen ausgesandt und hoffen, dass unsere Teilnahme an der Missionstätigkeit über die eigenen Grenzen hinausgeht. Wir freuen uns, durch die Aufnahme neuer Missionarinnen für unser Priorat unseren internationalen Charakter aufrecht zu erhalten.

Damit in Allem Gott verherrlicht werde!

Per Giraffe

Per2

Per1

Per5

Kontakt

St. Scholastica' Priory

P.O. Box 18
Peramiho via Songea
Tansania
Tel: 00255-25-260.2594
Fax: 00255-25-260.2594
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Priorin: Sr. Ruth Bartonico

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Generalatsdistrikt

Zum Generalatsdistrikt gehören die Gemeinschaften in Rom, Bulgarien, Haus St. Benedikt/Tutzing, Jinja (Uganda) und Indien. Die Missions-Prokura ist der Generalleitung unterstellt.

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