Windhoek

Geschichte des Priorats Windhoek

Anfang

Nach dem ersten Weltkrieg brauchte man in Südwest-Afrika, heute Namibia, dringend neue Missionarinnen. Die Franziskanerinnen von Nonnenwerth, damals die einzige Schwesternkongregation im Land, wurden durch ihr Generalat abberufen vom “Maria Hilf Hospital” in Windhoek, heute das “Roman Catholic Hospital.”

P. Eugene Klaeyle, der Apostolische Präfekt, und P. Damian Arnold, sein Stellvertreter in Südwest-Afrika, suchten Schwestern, die das Hospital und andere Missionsstationen übernehmen sollten. Schon 1917 hatte P. Arnold versucht, die deutschen Schwestern, ehemalige Missionarinnen in Ostafrika und damals interniert im Lager Tempe bei Bloemfontein in Südafrika, für Missionsarbeit in Südwest-Afrika zu erhalten, doch die Schwestern wurden im April 1919 nach Deutschland abtransportiert.

P. Arnold schrieb nach Deutschland, an Bischof Maximilian von Lingg von Augsburg, der die Bitte am 24. Februar 1920 an die Genealpriorin der Missions-Benediktinerinnen in Tutzing sandte. Noch am selben Tag erhielt der Bischof die Antwort von Mutter Birgitta Korff OSB, dass die Kongregation bereit sei, einige Schwestern in die Südwest-Afrika Mission zu senden.

Acht Schwestern reisten am 7. November 1920 von Tutzing ab, die ersten Afrika-Missionarinnen nach dem ersten Weltkrieg, und die letzten von Mutter Birgitta als Generalpriorin Ausgesandten. Am 11. November 1920 schifften sie sich in Hamburg auf der “Baltika” ein, dem ersten deutschen Dampfer, der in Namibia eintraf. Sieben der Schwestern waren frühere Ostafrika-Missionarinnen und eine war eine Neumissionarin. Sie landeten in Walvisbay an der atlantischen Küste und begannen ihren “helfenden und heilenden Dienst” in Swakopmund. Es waren Schwestern Beatrix Biefel, die Oberin, und die Schwestern Anselma Schnitzbauer, Constantia Mayr, Gabriela Reiter, Ingridis Meiller, Franziska Mövenkamp, Relindis Bessinger und Sophia Ohnmacht. 

Wachstum

Bald wurden Missionsstation am Kavango und im Owamboland eröffnet. Am 16. April 1923 übernahmen die Schwestern Arbeit und Leitung im Roman Catholic Hospital zu Windhoek.
Am 26. Juni 1926 wurde das St. Benedikt Priorat in Windhoek vom Heiligen Stuhl approbiert. Die nächsten Jahrzehnte brachten die Ausdehnung und Verstärkung der Arbeit auf den Stationen, die meist in ungewöhnlich schwierigen und armen Verhältnissen begannen.
Bis 1975 wirkten die Schwestern auf 17 Stationen in Namibia und 2 Missionen in Angola (Cuchi und Serpa Pinto/Menongue) in den Diensten der Erziehung, Krankenpflege, Pastoral, Ackerbau und vielen anderen.

Neue Mitglieder

Gegen Ende des Jahrhunderts wurde die Notwendigkeit klar, neue Mitglieder zu bekommen, die in Zukunft die Missionsarbeit in Namibia weiterführen konnten. Diese Aufgabe hatte man früher den 1932 mit Hilfe unserer Schwestern gegründeten Benediktinerinnen von Oshikuku zugedacht. Im Lauf der Jahre hatten die zwei Kongregationen sich jedoch verschieden entwickelt; die Tutzing Kongregation wurde vor allem international.

Im Jahr 1993 errichtete man das kanonische Noviziat im Priorat Windhoek. Die erste Aspirantin war eine Filipina, gefolgt von drei Namibianerinnen.

Das Priorat Windhoek unternahm einen weiteren Schritt in unserer Geschichte, als Benediktinerinnen von Oshikuku um Aufnahme in unsere Kongregation ersuchten. Dieser Prozess fand in Phasen statt, und die Schwestern wurden an den folgenden Tagen aufgenommen:

2 Schwestern am 15. Januar 1994; 1 Schwester am 19. Mai 1998; 53 Schwestern am 29. August 1999; und 5 Schwestern am 1. Juli 2000.

Wegen der Erweiterung des Roman Catholic Hospitals und der Zunahme an Schwestern im Priorat wurde das Priorat nach Nubuamis bei Windhoek verlegt und die Bauten am 15. Juli 2000 eingeweiht.

1930 Schwestern Besuchen Die Eingeborene Werft

1930 Erstkommunion

R K  Kh In Windhoek

Windhoek Prioratshaus

Prioratshaus in Nubuamis

Das Priorat Windhoek im 21. Jahrhundert 

Heute zählt das Priorat 80 Schwestern mit ewiger und 28 mit zeitlicher Profess, 5 Novizinnen, 5 Postulantinnen und 3 Aspirantinnen.  Unter den 108 Schwestern sind, 88 von Namibia,  6 Deutsche, 1 Südafrikanerin, 4 Filipinas, 3 aus Korea, 1 aus Australien,

1 aus Angola, 2 aus Nigeria, 1 aus Uganda, 1 aus Tansania 

Die Schwestern wirken auf 11 Missionsstationen und einer Hilfsstation (outreach) in den Bereichen der Erziehung, Gesundheitspflege, Pastoral, Ackerbau, Katechese und Erstevangelisisation, Gebetsapostolat, Pfarreidienst, Internatsleitung und Speisung.

Die Stationen:

  • In Windhoek: Prioratshaus St. Benedikt in Nubuamis und St. Scholastika Gemeinschaft im Roman Catholic Hospital in der Stadt Windhoek
  • In Swakopmund: Haus St. Benedikt
  • Im Owamboland: Regina Pacis Kommunität in Ongha und Christkönig in Ruacana
  • In Tsumeb:  St. Barbara Pfarrei
  • In Outjo:  St. Michael Kommunität

·                 In der Kavango-Region:  St. Eugene Mission in Bunya;

 St. Joseph Mission in Shambyu; St. Laurence Mission in 

 Tondoro; St. Scholastica Gemeinschaft in Namuntuntu.

·                 Hilfsstation:  St. Anna Mission in Omega, in der Kavango-Region

Damit in Allem Gott verherrlicht werde!

Kindergarten In Namuntuntu

Kindergarten in Namuntuntu

Leonis Care Zentrum In Tsumeb

Leonis Care Zentrum In Tsumeb

Gesundheitsapostolat In Bunya und Tondoro

Gesundheitsapostolat In Bunya und Tondoro

Gebetsgruppen

Gebetsgruppen

Kontakt

Windhoek Priory House

P.O. Vox 20936
Windhoek (Portion 83, Nubuamis No. 37)
Namibia
+264 61311 700
Email senden

Priorin: Sr. Mary Thomas Prado

Andere Priorate

Generalatsdistrikt

Zum Generalatsdistrikt gehören die Gemeinschaften in Rom, Bulgarien, Haus St. Benedikt/Tutzing, Jinja (Uganda) und Indien. Die Missions-Prokura ist der Generalleitung unterstellt.

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