Torres Novas

Geschichte des Priorats Torres Novas

Angola

 Die Geschichte unserer Angola-Mission ist von viel schwerer Arbeit und Leid gezeichnet.

Am 6. März 1931 kamen die Pionierinnen in Ganague im südlichen Angola an: Sr. Alberta Fischer, Sr. Adriana Kästle, Sr. Anthusa Kindl und Sr. Veremunda Fürst. Im folgenden Jahr wurde mit unseren Schwestern Ildephonsa Behr, Nazarina Lechner, Frowina Hutter und Isberga Gruber die Mission Cuchi gegründet, und dann folgte die Gemeinschaft am Kavango: Sr. Dietlinde Deinlein, Sr. Gebtraud Grimminger, Sr. Hademunda Hollik und Sr. Regulinde Reiter. 

Die Schwestern waren von den Heilig-Geist Missionaren eingeladen worden, die Waisenkinder und die Mädchen im Internat zu betreuen und erziehen, wie auch Katechese, Pastoral und Krankenpflege zu versorgen. Diese Gemeinschaften gehörten zum Priorat Windhoek. Die drei Gemeinschaften wirkten zusammen mit den Heilig-Geist Priestern und später mit Redemptoristen. Zu Beginn des zweiten Weltkriegs wurden die deutschen Schwestern ausgewiesen. Da aber der Obere in Cuchi alle Pässe versteckte, konnten die dortigen Schwestern nicht abreisen.

Nach dem zweiten Weltkrieg verstärkten weitere Schwestern die Gemeinschaft in Cuchi. 1967 gründeten vier unserer Schwestern auf Einladung der Abtei Singeverga und des Bischofs von Luso, der auch Benediktiner war, eine Gemeinschaft im östlichen Angola, Cazombo, nahe bei Congo. Diese Gründung erfolgte von Portugal und gehörte zum Priorat Baltar.

1972 wurde die Mission Serpa Pinto, jetzt Menongue, der Hauptstadt der Provinz Kuando-Kubango, eröffnet. Das war eine schwere Zeit, weil überall für die Unabhängigkeit gekämpft wurde. Dann folgten 27 Jahre Bürgerkrieg. 1975 riet man unseren Schwestern, Angola zu verlassen. Die Gemeinschaft von Cazombo und dann die von Cuchi und Serpa Pinto folgten. 1977 kehrten drei Schwestern nach Angola zurück und wirkten in Menongue. Dann wurde ein Haus in Luanda immer notwendiger. Wie könnte eine Gemeinschaft in der Hauptstadt begonnen werden? So begann 1982 eine Gemeinschaft im 10. Stockwerk eines Gebäudes, was bei häufigem Ausfall der Elektrizität nicht leicht war. Die Schwestern arbeiteten mit der Bischofskonferenz und der National-Caritas. 1991 wurde das St. Andreas-Kloster im Petrangol-Distrikt am Rand von Luanda als Noviziatshaus gegründet. Später konnten die Schwestern zwei kleine Häuser im Zentrum der Stadt erwerben, wo die St. Benediktus-Gemeinschaft bis 2013 wohnte. Vom Verkauf des St. Andreas-Klosters konnte man Land in Kikolo erwerben, wo ein Kloster und Noviziat erbaut wurden.

Schon zu der Zeit, als Schwestern in Cazombo wirkten, waren junge Frauen an unserer Lebensweise interessiert. Sr. Teresa Maria Umba Cutaneguera, die erste Afrikanerin unserer Kongregation, ist die Frucht der damaligen Berufsarbeit. In den 1980iger Jahren wurden unsere Angolanerinnen in Nairobi ausgebildet, später dann in Luanda. Kürzlich plante man, dass ein Teil der Ausbildung der angolanischen Berufe in Windhoek stattfindet, um ihnen von Anfang Erfahrung der Internationalität zu vermitteln. 

Die Gemeinschaften in Angola wurden 1983 dem Generalatsdistrikt angeschlossen. Seit 2003 gehört die Region Angola zum Priorat Torres Novas.

Unsere Angola-Mission heute

 Kikolo/Luanda

 Kikolo liegt auf einem Grundstück von etwa 2.4 Hektar, 1998 erworben. Damals lag es außerhalb der Stadt, aber wie Luanda selbst wächst es schnell. Die Gemeinschaft befindet sich inmitten einer sehr armen Bevölkerung. Sie ist die einzige Ordensgemeinschaft in der St. Elisabeth Pfarrei. Die Schwestern verrichten viel Pastoralarbeit. In unserer Gegend ist eine von der Caritas begonnene Schule für Jugendliche und Erwachsene.  Wir übernahmen die Leitung der Schule 2014.  Seither wurden sieben Klassenräume gebaut und weiterer Fort-schritt in den Bauten und dem Lehrkörper erzielt. 

Menongue

Die Gemeinschaft besteht aus sieben Schwestern, die in Gemeindepastoral und der Schule mit ihren über 1000 Studenten wirken.  Eine Schwester dient als Krankenpflegerin im öffentlichen Hospital.  Zusätzlich zur Mitarbeit in der Kathedralen-Pfarrei fahren jeden Samstag einige Schwestern nach Cuchi, um die Leute für Katechese und Gebet in unseren ruinierten alten Häusern zu sammeln.

Kuito

1998 wurde unsere Gemeinschaft in Kuito, Hauptstadt der Provinz Bie, eröffnet.  Die Stadt wurde im Bürgerkrieg verwüstet.  Die vielen Schulen in Kuito sind von Vorteil für die Schwestern und die jungen Frauen im Noviziat, die sich auf das gottgeweihte Leben vorbereiten.

Waku-Kungo

Der Bischof der Diözese Sumbe lud uns ein, in Waku-Kungo zu wirken.  2011 wurde uns Land geschenkt.  Nach langen Mühen um das Eigentumsrecht begannen wir mit dem Bau eines Klosters.  Waku-Kungo liegt auf halbem Weg zwischen Luanda und Menongue und ist deshalb günstig für leichte Kommunikation der Gemeinschaften.  Geplant ist, dass diese Gemeinschaft religiöse Ausbildung der Dorfbewohner übernimmt mit Betonung der Schulung für die Frauen.

Kikolo Schule

Schule in Kikolo

Sr  Mechthild Kuhl Sr Margarete Wegscheid Menongue Sprechstunde

Sprechstunde in Menongue mit Sr. Mechthild und Sr. Margarete

Angola Katechese In Ruinen Von Cuchi

Katechese In Ruinen Von Cuchi

Angola Waku Kungo

In Waku Kungo entsteht ein neues Kloster

Portugal

Der Beginn unserer Mission in Portugal ist mit der Geschichte unserer Kongregation in Angola verbunden.

Die Schwestern in Cuchi verlangten nach Portugiesisch-sprechenden Schwestern.  Sr. Cristina Eloy da Rosa, ein Jungprofesse, wurde vom Priorat Sorocaba nach Cuchi gesandt, wo sie ihre ewigen Gelübde ablegte.  Der Abt von Singeverga, der seine Mönche in Moxico besuchte, kam zur Vorbereitung von Sr. Cristinas ewiger Profess.  D. Gabriel de Sousa sah den Einsatz der Schwestern und schätzte ihren guten Geist.  So bat er die Generalpriorin, Mutter Maria Lucas Rauch, Schwestern für eine Gründung nach Portugal zu senden, um Berufe für Angola auszubilden. 

Am 9. Juni 1961, dem Herz-Jesu-Fest, wurde das "neue" Kloster in Bande eröffnet.  Die Pionier-Schwestern waren: Sr. Liobalda Fetsch, Sr. Martinha Rodrigues, Sr. Regina Lansang und Sr. Wiltrud, jetzt Monika, Zahnbrecher.  Das Landgut Bande war als Testament der Abtei Singeverga geschenkt worden im Hinblick auf eine Ordensgründung.  Es bestanden zwei kleine Bauernhäuser,  zwei Häuser für die Arbeiter und 11,500 Quadratmeter Land.  Die Abtei würde uns dies übergeben, wenn wir ein Noviziat für die Ausbildung von Mission-arinnen eröffnen.  Und die ersten Kandidatinnen waren schon gekommen.  1967 gingen vier Schwestern nach Cazombo in Angola und gründeten eine Gemeinschaft.  So wurden wir in Portugal als missionarische Kongregation anerkannt.

Die Schwestern hatten grosse Mühe, um sich zu erhalten.  Sie begannen eine Schule in Pacos de Ferreira, ein Nachbarort von Bande.  Sie arbeiteten zusammen mit dem Sozial-Zentrum in Baiao und gaben Unterricht in einer "telescola," eine Methode per Fernsehen zu studieren, in der die Schüler, begleitet von einem "Lehrer," einem Fernsehprogramm in den Grund-Fächern folgen.  Aber diese zwei Initiativen endeten in Verdruss. 

1967 kam ein neues Angebot mit besseren Zukunftsaussichten aus Paredes, 17 km von Bande entfernt.  Eine Schule wurde begonnen und einige Schwestern siedelten von Bande nach Paredes um.  Ein Jahr später kauften die Schwestern ein Haus in Baltar mit einem grossen Ge-lände, wo eine neue Schule erbaut wurde.

1972 wurden die drei Gemeinschaften in Baltar, Bande und Cazombo ein Priorat mit Sr. Lucia Jörger als die erste Priorin.

Am 25. April 1974 stürzte ein militärischer Coup die Regierung.  Das neue Regime bedrohte die Privatschulen.  In unsere Nachbarschaft wurde eine staatliche Sekundarschule eröffnet.  Im June 1977 mussten unsere Schwestern ihre Schule schließen.

Ein Verband katholischer Ärzte unter Leitung eines Priesters wollte in unserer Schule ein psycho-therapeutisches Zentrum für geistig behinderte Kinder errichten.  Im Juni 1977 wurde die Schule kostenlos dem Verband EMAUS überlassen.  Unser Haus in Bande war schon vorher an die Abtei Singeverga zurückgegeben worden.

1975 musste die Gemeinschaft Cazombo während des Bürgerkriegs verlassen.  Das Priorat Baltar wurde aufgelöst, und die Gemeinschaft direkt dem Generalat unterstellt.

Von 1977 bis 1983 bestand nur noch die Gemeinschaft von Baltar in Portugal.  Zwei Schwestern, Sr. Placida und Sr. Maria Goretti, wirkten in EMAUS, dem Zentrum für die geistig Behinderten.  Andere Schwestern waren in Pastoral tätig oder studierten.

1983 wurde Sr. Edhilt Fasel als Oberin ernannt und beauftragt, ein anderes Wirkungsfeld zu erkunden.  D. Antonio Francisco Marques, der Bischof von Santarem, lud die Schwestern ein, die Casa de Repouso, ein Altenheim in Torres Novas, das der Santa Casa da Misericordia gehörte, zu übernehmen.  Sie wirkten hier von 1984 bis 2011.

Die Schwestern erhielten Land neben der Casa de Repouso, um ein Kloster und Altenheim zu bauen.  1966 wurde Torres Novas das Prioratshaus.  Ein Jahr später wurden die Gemeinschaf-ten in Spanien dem Priorat angeschlossen. 

Unsere Mission in Portugal heute

Torres Novas

 Das St. Benediktus-Kloster ist Prioratshaus.  Die Gemeinschaft widmet sich der Versorgung der älteren Menschen.  Unser Altenheim hat Raum für 37 Menschen.  Unser Dient verlangt viel Hingabe und erfüllt einen grossen Bedarf der alternden Gesellschaft.

Unser Garten hat viele Obstbäume und bringt viel Gemüse ein.  Jeden Sonntag ist unsere Kapelle bei der Messe voll.  Wir haben gute Beziehungen mit der Pfarrei, der Diözese Santa-rem und der Stadt.

Baltar

  Die vier Schwestern der Gemeinschaft in Baltar sind alle im Ruhestandsalter.  Sie sind aktiv in der Pastoral: Katechese, Liturgie, Pfarrgemeinderat und Kommunionhelfer, Familienbesuch, Vicentinos, Sakristei und Feste.  Die Schwestern werden von der Bevölkerung sehr geschätzt. 

Kapelle in Torres Novas

Kapelle in Torres Novas

Torres Novas Pfarrarbeit

Pastoralarbeit in der Pfarrei

Torres Novas_Casa Repouso1

Das Altersheim in Torres Novas

Torres Novas Altersheim

Die Sorge um die Alten und Betagten

Spanien

 Die Geschichte unserer Gemeinschaft in Spanien ist sehr außergewöhnlich.

1914 arbeiteten einige junge Spanierinnen in der Abtei New Norcia in Australien und bildeten ein religiöse Vereinigung, die 1921 zur "Pia Unio" wurde.  Diese jungen Frauen mit privaten Gelübden nannten sich "Benedictine Oblate Sisters."

1933 reisten zwei Schwestern dieser Gruppe nach Belgien und machten ein kanonisches Noviziat in der Gemeinschaft der aktiven Benediktinerinnen in Maredsous.  Zwei Jahre später, 1935, wurden die "Benedictine Oblate Sisters" als Diözesankongregation approbiert.  Seit 1962 nannten sie sich "Missionary Benedictines of New Norcia."  1978 schloss sich die Kongregation der Benediktiner-Confederation an.

In der Abtei New Norcia hatten die Schwestern mit Kindern gearbeitet.  Drei formten eine Gemeinschaft in der Mission von Kalumburu im Norden von Australien und bemühten sich , zusammen mit den Priestern, um die Evangelisierung der Eingeborenen.

1964 kehrten sechs der Schwestern nach Spanien zurück.  Sie wirkten mit behinderten Kindern in Madrid.  von 1968 bis 1979 bestand auch eine Gemeinschaft in Barcelona.

1973 wurde eine Tagesstätte für Kinder errichtet im Erdgeschoss eines Gebäudes in Parla, in der Nähe von Madrid.  Die Schwestern wohnten im dritten Stockwerk desselben Gebäudes.  Vier Jahre später wurde ein Heim für Studentinnen in Carabanchel eröffnet.  Die Schwestern wohnten im Nachbarhaus. 

Wegen Mangel an Nachwuchs beschloss das Generalkapitel der Benedictine Missionaries of New Norcia 1981, um Anschluss an die Missions-Benediktinerinnen von Tutzing zu ersuchen.  Der Antrag wurde von unserem Generalkapitel 1982 genehmigt. 

Nach einer zwei-jährigen Probezeit erfolgte mit Zustimmung des Hl. Stuhls der Anschluss.

Die Schwestern des Priorats Manila waren eine grosse Hilfe in der Zeit des Anschlusses.  Sie begannen Pastoral mit filipinischen Migranten in Madrid und Barcelona.  Damals waren drei Gemeinschaften in Spanien: in Madrid die Residenz für Studentinnen, in Parla die Tagesstätte für Kinder und in Barcelona die Pastoralarbeit mit Filipino Migranten.  Here wurde eine Gruppe von Oblatinnen des hl. Benedikt geformt, die sehr eng mit den Schwestern verbunden sind,  auch nachdem seit 2000 keine Schwestern mehr in Barcelona residierten.  Eine Schwester von Madrid oder Portugal besucht die Oblatinnen regelmäßig zur Formation.  Auch in Madrid besteht ständiger Kontakt mit der filipinischen Gemeinde und einer Gruppe von Oblatinnen. 

Drei Länder,  drei Formen verschiedener geschichtlicher Entwicklung,  ein Priorat -- manche Herausforderung, großes Bemühen, große Unterschiede in und zwischen den drei realen Gruppen,  aber ein und dasselbe Ideal, das uns alle vereint:

 Damit in Allem Gott verherrlicht werde!

Madrid Konvent

Das Konventsgebäude in Madrid

Madrid Konvent Mit Besuch

Der Konvent mit Besuchern

Madrid Oblaten

Oblatengruppe in Madrid

Kontakt

Torres Novas Prioratshaus

Beneditinas Missionarias
Mosteiro São Bento, Casas Altas
P-2350-434 Torres Novas
Portugal
+351 249 811 528
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Priorin: Sr. Timotea Kronschnabl

Andere Priorate

Generalatsdistrikt

Zum Generalatsdistrikt gehören die Gemeinschaften in Rom, Bulgarien, Haus St. Benedikt/Tutzing, Jinja (Uganda) und Indien. Die Missions-Prokura ist der Generalleitung unterstellt.

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