Seoul

Geschichte des Priorats Seoul

I. Beginn

Gott schenkte den deutschen Schwestern, die jahrelang hartes Konzentrationslager in Nordkorea überstanden hatten, Glauben und Mut, um in das Land der Märtyrer zurückzukehren, jetzt nach Südkorea, das noch vom Krieg gezeichnet war. Ihre selbstlose Hingabe wurde von zahlreichen jungen Berufen belohnt, welche in der Neugründung in Daegu schnelles Wachstum ermöglichten. Schon im Prioratskapitel 1971 wurde der Vorschlag besprochen, ein neues, selbständiges Priorat zu schaffen in der Hoffnung, dass benediktinische Spiritualität in kleineren Gemeinschaften besser gedeihen kann. 15 Jahre weiterer Diskussion folgten, und im Prioratskapitel 1986 wurde beschlossen, ein neues Priorat in Seoul zu beginnen. Am 16. Oktober 1987 begann das Priorat Seoul, nach der heiligen Gertrud benannt, mit 72 Schwestern in 9 Stationen in und nahe bei Seoul, der Hauptstadt von Südkorea. Das Priorat war selbständig mit eigenem Noviziat und drei Postulantinnen vom Priorat Daegu.

II. Wachstum und Entwicklung

Am 13. Oktober 1989 war der Bau des neuen Prioratshauses fertig und wurde eingeweiht. Er liegt im Gelände unseres San Ji Exerzitien-Zentrums, das bis dahin als Sitz des neuen Priorats diente. Die Kirche in Korea brauchte Schwestern in vielen Apostolaten, und der Herr sandte uns eine gute Anzahl von Berufen, so dass das neue Priorat wachsen und gedeihen konnte.

Seit unserer Gründung begannen wir sieben weitere Stationen mit Pfarreidienst und ein klinisches Pastoral-Zentrum in der Seoul National-Universität. Wir gründeten auch die erste Station in Übersee, um koreanischen Einwanderern in den USA geistlich beizustehen. Die Schwestern dort sorgen für Koreaner in Bezirken von New Jersey und New York.

1991 bauten wir ein Sozial-Pastoral-Zentrum am Rand von Seoul für Kinder von zerrütteten Familien. Dieses Zentrum wurde kürzlich renoviert und ist jetzt ein Beratungs-Zentrum, nachdem es einige Jahre für die vorläufige Aufnahme von Flüchtlingen aus Nordkorea gedient hatte. 1993 wurde das St. Joseph Altersheim für Schwerhörige in Wongog im Süden der Provinz Seoul gebaut. Das Caritas Kinderzentrum fing mit der Ausbildung von schwerbehinderten Kindern an, und die Suyu Suppenküche wurde 1998 eröffnet, um bedürftigen alten Menschen ein kostenloses Mittagsmahl zu geben.

Im Jahr 2000 konnte das Priorat endlich sein Gelände mit einem Anbau an das Prioratshaus erweitern. Wir sind den Passionisten dankbar, die acht Jahre lang ihr Seminargebäude für die jungen Schwestern unserer Gemeinschaft vermietet hatten.

2004 wurde Bundo-Dorf, ein Altersheim in Pocheon, gebaut. Zwei Jahre später wurde mit dem Benedikt-Kindergarten im Gelände des Prioratshauses begonnen, um katholische Erziehung für die Kinder der Umgebung des Klosters anzubieten, da wir von neuen Mietwohnungen umgeben sind. Dann folgte Beratung durch unsere Schwestern für die Kinder. Das Benedikt-Zentrum im schönen ländlichen Gicheonri wurde 2010 gebaut. Es ermöglicht umweltfreundliche Erfahrungen und beinhaltet auch kulturelle und geistliche Angebote.

Infolge der Einladung von Bischof Peter Kang der Diözese Jeju wurde das Benedikt Beratungs-Zentrum 2014 eingeweiht. 2015 bauten wir das Benedikt-Zentrum auf dem Gelände des Prioratshauses, um Beratung, Bibelschule und Raum für unsere Oblaten zu ermöglichen.


Kinderarbeit

Kinderarbeit

Oblatengruppe

Oblatengruppe zusammen mit Mönchen

Armenspeisung

Armenspeisung

Kranke

Pflege von Kranken

III.  Segen Heute

Heute, 28 Jahre seit Beginn des Priorats Seoul, wirken 133 Schwestern (128 mit ewiger, 5 mit zeitlicher Profess) durch Gebet und Arbeit im Priorat und 15 Stationen. Wir danken Gott, dass er uns noch immer gute Berufe schenkt, obwohl deren rapide zahlenmäßige Abnahme heute auch die meisten Kongregationen in Korea erfasst. 

Wir verkünden die frohe Botschaft in zehn Pfarreien, einem Exerzitienhaus, einer Bibelschule, einem Krankenhaus Pastoral-Zentrum, und einem Missions-Zentrum für Schwerhörige. Jeden Tag empfangen wir die Alten und die Armen im Altenheim und in zwei Suppenküchen. Die Schwestern bemühen sich in fünf Kindergärten und einem Erziehungs-Zentrum, christliche Grundlagen und Werte zu vermitteln. Wir kümmern uns um die spirituellen Belange der Einwanderer-Gemeinden in New Jersey und New York der Vereinigten Staaten, sowohl wie auch Hilfe für Einwanderer in Korea. Wir sind stolz auf unsere zwei berühmten Künstlerinnen, die viele Kapellen und Gebetsstätten planen und mit kunstvollen religiösen Werken ausstatten. Wir haben 8 Missionarinnen in 4 andere Priorate ausgesandt und sind immer bemüht, anderen Prioraten in ihren Nöten zu helfen.

Seit kurzem wird in unserem Beratungsdienst besonders die Sandspiel Therapie gepflegt als Antwort auf den großen Bedarf für geistliche und psychologische Heilung im heutigen Korea. Sie ermöglicht auch älteren Schwestern, ihre lebenslange Glaubenserfahrung und menschliches Verstehen weiterzugeben. Wir haben vier solche Zentren eröffnet und ein weiteres ist in Planung.

IV.  Antwort auf die Not der Armen

Seit seiner Gründung hat sich das Priorat Seoul besonders um Solidarität mit den Armen bemüht, wie es unsere Statuten verlangen. So sorgen wir für Gehör-Behinderte, geistig Behinderte, und Kinder mit vielfacher Behinderung in besonderen Einrichtungen. In zwei Suppenküchen bieten wir warme Mahlzeiten an. In Pfarreien besuchen die Schwestern die Armen und Einsamen und helfen ihnen. Unsere Kindergärten und Beratungszentren dienen hauptsächlich den Kindern von kulturell gemischten, armen und bedürftigen Familien. In zwei Gruppenheime werden Kinder von zerrütteten Familien aufgenommen. 

Wir sind dem Herrn dankbar, dass uns weitere Einladungen zu verschiedenen Apostolaten erreichen Der Maßstab für unsere Entscheidung ist stets der erzielte Vorteil für die Armen.

Damit in Allem Gott verherrlicht werde!

Sandspieltherapie

Sandspieltherapie

Berufungspastoral

Berufungspastoral

Schwestern des Priorats Seoul

Schwestern des Priorats Seoul

Meditation

Meditation

Kontakt

Seoul Priory House

Missionary Benedictine Sisters
52, Arirang-ro 16-gil, Seongbuk-gu
Seoul 02827
S. Korea
+82 2 920 9666/7
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Priorin: Sr. Rose Marie Hwang

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Generalatsdistrikt

Zum Generalatsdistrikt gehören die Gemeinschaften in Rom, Bulgarien, Haus St. Benedikt/Tutzing, Jinja (Uganda) und Indien. Die Missions-Prokura ist der Generalleitung unterstellt.

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