Ndanda

Geschichte des Priorats Ndanda

Am 2. Februar 1895 eröffnete P. Maurus Hartmann, zusammen mit zwei Brüdern und Sr. Birgitta Korff, Sr. Klara Essmann, Sr. Afra Gillot, und Sr. Bernardine Hefele, die erste Missionsstation in Lukuledi, im Landesinnern von Tanganyika. Sr. Birgitta wurde im selben Jahr als erste Generalpriorin der Schwestern-Kongregation gewählt und mußte bald zurückkehren.

1898 wurde die Gemeinschaft der Schwestern wegen Wassermangels nach Nyangao verlegt: Sr. Walburga Diepolder, Sr. Hiltrudies Herz und Sr. Viola Albrecht. Ihr Haus aus sonnengebrannten Backsteinen überstand die Zerstörung der Mission während des Maji Maji-Aufstandes. Unsere Schwestern wohnen immer noch im ältesten Haus der Kongregation.

Am 29. August 1905 überfielen die Krieger des Maji Maji-Aufstandes die Mission in Nyangao und brannten alle Gebäude nieder. Alle Missionare flohen in den Busch, um Lindi an der Küste zu erreichen. Sr. Bernardine Hefele, Sr. Walburga Diepolder, Sr. Avia Marschner und Sr. Helena Lettner flohen zusammen mit einigen Waisenkindern. Sr. Walburga betete laut: "Geliebter Jesus, nimmt mein Leben, aber rette die anderen!“ Sr. Bernhardine berichtet, dass Sr. Walburga an der Hüfte verwundet wurde und nicht folgen konnte. Sie wurde zusammen mit einigen Waisen getötet. Nur ein Teil ihres roten Gürtels und ihre Regel des hl. Benedikt wurden an der Stelle gefunden, wo sie starb, aber nicht ihr Körper. Diese Reliquien sind jetzt in Rom im Archiv.

Am 14. September 1908 wurde das Schwesternkloster von Ndanda eröffnet, mit Sr. Bernardine Hefele, Sr. Helena Lettner, Sr. Hieronyma Holtkamp, Sr. Hedwig Hirschberg, Sr. Evangelista Engelns und Sr. Candida Eisele. Die Schwestern sorgten sich um die Kranken, die Erziehung der Mädchen und erledigten alle Hausarbeit für die Mönche.

1912 wurde die Leprakranke-Kolonie im nahegelegenen Mwena begonnen. Die Verwaltung wurde den Schwestern von den Mönchen übertragen. Später wurde Sr. Lia Schwarzmüller berühmt wegen ihrer 55-jährigen Sorge für die Leprakranken.

1914-1918 waren schwierige Zeiten während des 1. Weltkrieges. 1916 wurde in Ndanda ein Militär-Krankenhaus eröffnet, alle Missionare wurden deportiert.

Die Schwestern wurden von der Priorin in Mzimbazi empfangen / DSM. Als alle Deutschen 1920 Tanganyika verlassen mussten, gingen 12 unserer Schwestern in ein neues Missionsgebiet in Südafrika und Süd- Westafrika, dem heutigen Namibia.

1924 kamen nur zwei neue Schwestern nach Ndanda, beide Schweizerinnen, weil es den Deutschen erst 1926 erst unter der britischen Verwaltung erlaubt wurde, zurückzukommen.

1926 kam Sr. Dr. Tekla Stinnesbeck als erste Ärztin in unserer Kongregation an. Das 1927 gegründete St. Benedict Hospital in Ndanda fing bald in einem weiträumigen Gebiet mit einem Netzwerk von Gesundheitsstationen an und schulte afrikanische Krankenschwestern und Hebammen. Ihre letzte Gründung war das St. Walburga Hospital in Nyangao, wo sie 1962 starb.

Ndanda_Mikukuyumbu

Mikukuyumbu

Sr Thekla Stinnesbeck

Sr. Thekla Stinnesbeck - 1. Ärztin der Kongregation

Ndanda Hospital vor 1937

Ndanda Hospital vor 1937

Ndanda_Ngawa_Walburga Depolda Was Killed

Jährliche Wallfahrt nach Ngawa wo Sr. Walburga Diepolder ermordet wurde.

Das Priorat Ndanda

Im April 1935 wurde Ndanda zum Priorat erhoben. Die erste Priorin war Sr. Bernardine Hefele. 

Von 1928-1944 wurde das Hospital in Ndanda gebaut und breitete sich unter der Leitung der Missions-Benediktinerinnen, die als Ärztinnen und Krankenschwestern arbeiteten, aus. Eine Krankenpflegeschule kam 1939 hinzu. Die Eröffnung einer Mittelschule für Mädchen war ein großer Schritt vorwärts für Frauen, damit sie die Verantwortung als ausgebildete Personen übernehmen konnten. 1941 wurde Nyangao wieder eröffnet.

1942-46: Ausweisung der Missionare während des Zweiten Weltkriegs. Den Krankenschwestern, einer Köchin und den alten Schwestern wurde erlaubt zu bleiben, um die Soldaten zu pflegen. Nach dem Krieg kamen neue Schwestern und eröffneten neue Stationen näher am islamischen Küstengebiet: in Mtua, Kilimarondo, Mnero, Nkowe, Lindi. Sie dienten den Kranken, in Schulen, Kindergärten und machten Pastoralarbeit.

Tansanische junge Frauen wollten das Ordensleben beginnen und baten unsere Schwestern, bei der Gründung einer diözesanen Kongregation zu helfen. Die Kongregation der Afrikanischen Benediktinerinnen von unserer Lieben Frau, Hilfe der Christen wurde 1946 genehmigt und hat mehr als 300 Schwestern.

Die Anzahl der Schwestern ging jedoch zurück und alle Stationen, mit Ausnahme von Nyangao, wurden an andere Kongregationen übergeben. Erst in den achtziger Jahren fingen wir damit an, junge tansanische Frauen für unsere eigene Kongregation anzuwerben und sie zuerst nach Nairobi ins Noviziat zu schicken, dann nach Peramiho. Wir stellten die Sprache des Stundengebetes von Deutsch auf Kiswahili und manchmal auf Englisch um. Für die Anpassung und Komposition des vollständigen Stundengebetes in Kiswahili und für den Gesang wurde Sr. Barbara Ruckert für einige Zeit von Tutzing ausgeliehen. Wir haben jetzt unser eigenes Noviziat in Ndanda.

Ndanda_Aquinas Secondary School A Classroom

Aquinas Mittelschule in Mtwara - ein Klassenraum

Ndanda_Kabuhima Padre Pio Primary School Children

Kabuhima - Schulkinder der Pater-Pio-Grundschule

Ndanda_Kabuhima Farming

Kabuhima - Landwirtschaft mit Bewässerung. Das saubere Brunnenwasser wird mit den umliegenden Dörfern geteilt

Ndanda_Kabuhima Naehkurs

Kabuhima - Nähkurs für Mädchen, die die Schule abgeschlossen haben

Das Priorat Ndanda im 21. Jh.

Obwohl sie nur ein kleines Priorat sind, haben die Schwestern auf den Herrn vertraut, um mutige Schritte für neue Apostolate und neue Stationen und zu mehr Selbstvertrauen zu unternehmen. Viel Nachdruck wurde wieder auf die Ausbildung von jungen Frauen gelegt.

Im Februar 2015 hat Ndanda 27 Professschwestern, 13 Jungprofessen, 9 Novizinnen, 11 Postulantinnen. Heute dienen wir dem Herrn und dem Volk an folgenden Orten:

Ndanda Priorats-Haus

  • Noviziat, Sorge für unsere alten Schwestern
  • Im St. Benedict-Hospital als Krankenschwestern, im Projekt UZIMA  HIV / AIDS 
  • Pastoral- und Sozialarbeit, Sorge für Leprakranke
  • Landwirtschaft, Familien-Apostolat
  • Hospital St. Walburga
  • Pastorale Arbeiten
  • Sorge für die Armen und Leprakranken
  • Gesundheitszentrum mit Entbindungsstation, Röntgen und stationären Patienten
  • Studentenwohnheim Stella Maris für 200 Mädchen
  • Erziehungszentrum St. Michael mit eingerichtetem Kindergarten und einer noch im Plan befindlichen Grundschule
  • Aquinas Schule mit Mittel- und Hochschule für Mädchen und Jungen
  • Studentenwohnheime für Mädchen und Jungen
  • Gebiet für intensive Erst-Evangelisation
  • Pastorale Arbeit, Grundschule und vier Kindergärten
  • Schul-Apostolat, Landwirtschaft

St. Agnes Convent Nyangao

St.  Scholastica Convent Mtwara

St. Tekla Convent Mtwara

Sacred Heart Convent in Kabuhima, Diözese Kahama

Damit in Allem Gott verherrlicht werde!

Ndanda_Sr Martha_St Marys Dispensary

Sr. Martha und andere Krankenschwestern versorgen die Kleinkinder in der St. Mary‘s-Ambulanz.

Ndanda_Sr Fides_Sr Elisa_Blinde

Sr. Fides und Sr. Elisa führen eine erblindete alte Dame zur Weihnachtsfeier

Ndanda_Sr Columba Shin Clean Bore Hole Water

Sr. Columba Shin versorgt vier Dörfer mit vielen Leprakranken mit sauberem Brunnenwasser

Ndanda_St Michaels Kindergarden First Graduation

St. Michael-Kindergarten - Der erste Abschluss

Kontakt

Missionary Benedictine Sisters

P.O.Box I,
Ndanda, Via Mtwara
Tansania
Tel: +255 78 524 0091
Email senden

Priorin: Sr. Terese Zemale

Andere Priorate

Generalatsdistrikt

Zum Generalatsdistrikt gehören die Gemeinschaften in Rom, Bulgarien, Haus St. Benedikt/Tutzing, Jinja (Uganda) und Indien. Die Missions-Prokura ist der Generalleitung unterstellt.

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