Spiritualität

Was bewegt unser konkretes Leben?
Worin sehen wir den Sinn unseres Lebens?
Worauf hin richten wir uns aus? 

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Spiritualität!  Es geht uns darum, dass wir unser Fähnchen nicht nach dem Wind drehen und jeder Modebewegung nachlaufen, sondern uns vom Geist Gottes und Seiner Liebe bewegen lassen.

So leben wir nach einer alt bewährten Regel, nämlich nach der Regel des Hl. Benedikt. Menschen auf allen Kontinenten der Erde ist diese Regel wertvolle Hilfe, wenn sie überlegen, wie sie das Evangelium in ihrem konkreten Alltag leben können. 

Wie das Wort schon sagt, ruht unsere missions-benediktinische Spiritualität auf zwei Säulen: 
der benediktinischen und der missionarischen

"Gottsuchen in Gemeinschaft unter „Regel und Abt“ ist das grundlegende Kennzeichen unserer Lebensform. 

Unser Leben in Gemeinschaft findet seinen Ausdruck im gemeinsamen Beten und Arbeiten, in materieller und geistiger Gütergemeinschaft, in gegenseitigem Dienen, Ertragen und Ermutigen."

aus unseren Konstitutionen

Kapelle Srn Scholabank1

Benediktinisch leben

»Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht?« (RB Prolog 14)

Vielleicht erstaunt es Sie, dass dieser Satz in der Regel des hl. Benedikt (480–547) steht, nach der wir leben. Wir sind eingeladen auf einen Weg, auf dem die Lebensfreude wächst und Leben Sinn erfährt.

Wir lesen täglich in der Heiligen Schrift (lectio divina), denn wir wollen immer besser verstehen, wie Jesus sein Leben aus Gottes Liebe gestaltete und uns davon verändern und prägen lassen. Liebe äußert sich in konkreten Beziehungen. Deshalb leben wir in Gemeinschaft, die uns hilft und herausfordert. Miteinander bleiben wir unser ganzes Leben lang auf der Suche nach Gott.

Wir treffen uns viermal am Tag zum gemeinsamen Gebet, das unsere Tagesstruktur grundlegt. Dabei bringen wir unser Leben und das vieler Menschen, mit denen wir verbunden sind, vor Gott – lobend, bittend, klagend, dankend. Höhepunkt unseres Tages ist die Eucharistiefeier.

Durch unsere Arbeit möchten wir Gottes Liebe in dieser Welt Gestalt verleihen und dazu beitragen, dass Gerechtigkeit und Barm­herzigkeit im Leben vieler Menschen konkret erfahrbar werden

"Herausgerufen aus Sicherungen und Bindungen des Lebens wollen wir uns in Gott allein festmachen." 

aus unseren Konstitutionen

Missionarisch handeln

Mission ist keine Aufgabe, die zusätzlich zu anderen hinzukommt, sondern gehört zum Wesen der Kirche seit ihren ersten Anfängen. Sie prägt deshalb maßgeblich auch unser Leben.

Was wir in unseren Gemeinschaften lernen und erfahren, möchten wir mit anderen Menschen teilen und hoffen, dass sie uns an ihren Erfahrungen Anteil geben, denn Mission geschieht im Dialog.

Wir begegnen fremden Völkern, Sprachen und Kulturen und lassen uns auf ihr ganz anderes Denken und Fühlen ein. Das bereichert uns, stellt uns aber auch in Frage und lässt uns aneinander wachsen.

Zu unserer missionarischen Aufgabe gehört das Verkünden des Wortes Gottes genauso wie vielfältige Formen des Handelns in Nächstenliebe sowie der Einsatz für gerechte soziale Strukturen, für Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

Sind wir früher ins Ausland gegangen, so wird unsere westliche, säkularisierte Welt zu einem immer aktuelleren Auftrag. Viele Men­schen stellen neu Fragen nach dem Sinn des Lebens und nach Gott. Dies fordert uns heraus, gerade bei uns neue Wege des Redens über Gott zu suchen und eine offene Türe für suchende und fragende Menschen zu haben.

misereor

Bauer

Taize

Famileinerholung

"Missionarischer Dienst fordert von uns demütige Bereitschaft, auf den andern zu hören und von ihm zu lernen." 

aus unseren Konstitutionen

Mehr über uns Missions-Benediktinerinnen

Unser Missionsverständnis

Papst Franziskus schreibt in seiner Enzyklika „Evangelii Gaudium“: Jeder Christ ist in dem Maße Missionar, in dem er der Liebe Gottes in Jesus Christus begegnet ist ... (EG120).

Was bedeutet dies für unsere Gemeinschaft, die doch das Wort „Mission“ bereits im Namen trägt?

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Benedikt v. Nursia

Benedikt ist einer der Heiligen, der sehr vielen Menschen bekannt ist. Nach 1.500 Jahren spricht man noch von ihm und schmückt ihn mit Ehrentiteln wie "Vater des Abendlandes" oder "Patron Europas". Umso erstaunlicher ist, dass wir von ihm geschichtlich nur sehr wenig wissen und uns von ihm nur ein ungefähres Bild machen können. 

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Tagesablauf

Wie gestaltet sich ein Tag bei uns im Kloster?

Ein Tag in einem benediktinischen Kloster hat verschiedene Elemente, die sich abwechseln: Gebet und Arbeit und Lesung und Freizeit, Reden und Schweigen, Gemeinschaft und Alleinsein. Diese Abwechslung ist wichtig, damit wir nicht am "Rad drehen", sondern aus den Quellen des Lebens schöpfen. 
Einige wichtige Elemente des Tages:

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