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TINISCHES LEBEN |
Warum ich
Missions-Benediktinerin bin |
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Spiritualität |
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Nach
der Probezeit bindet sich eine
Missions-Benediktinerin für ihr ganzes Leben an die Kongregation
(stabilitas). Dahinter steht der
Gedanke, dass wir unser Leben
in Gott verankern und zwar konkret dort, wohin er uns gerufen hat.
Benediktinische Lebenserfahrung weiß, wie wichtig es ist,
Situationen auszuhalten und durchzutragen und so zu lernen, sich
letztlich auf Gott zu stützen, der allein wahrer Halt im Leben
ist und neue Impulse fürs Leben entdecken hilft. Das mündet in das zweite Gelübde der „conversatio morum“. Unsere Konstitutionen umschreiben es wie folgt: „Es ist der Weg der Christusnachfolge in klösterlicher Gemeinschaft unter der Führung des Evangeliums.“ Dieses Gelübde zielt darauf ab, dass wir ein Leben nach dem Evangelium leben und uns immer wieder danach ausrichten, diesen Weg gemeinsam zu gehen und gemeinsam am Ziel anzukommen. Benedikt ermutigt uns sehr, uns dabei nicht von unseren Schwächen und Fehlern entmutigen zu lassen, sondern „an Gottes Barmherzigkeit niemals zu verzweifeln“. Das dritte Gelübde schließlich ist der Gehorsam (oboedientia). Gemeinsam suchen Obere und Schwestern den Willen Gottes zu erkunden. „Höre mein Sohn, meine Tochter“ – so beginnt Benedikt, und dieses Aufeinander-hören durchzieht die ganze Regel. Das ist im Einzelfall nicht immer leicht und setzt viel gegenseitiges Vertrauen voraus im Wissen, dass wir uns letztlich aus Liebe zu Christus und in seiner Nachfolge miteinander auf den Weg gemacht haben. Benedikt spricht vom „gegenseitigen Gehorsam“ den wir uns erweisen sollen. Es gilt aufeinander zu achten und Meinungsverschiedenheiten konstruktiv auszutragen. Das kann auch bedeuten, die “körperlichen und charakterlichen Schwächen“ mit „unerschöpflicher Geduld zu ertragen“, wie Benedikt es in seiner Regel schreibt (RB 72,5). So ist Gemeinschaftsleben immer ein spannender dynamischer Prozess, der viel Wachheit voneinander fordert. |
![]() Sr. Bertwina Caesar hat viel Schweres und Schönes in ihrem Leben erfahren und stützt sich im hohen Alter auf ihre Hacke "Homi" im Garten, im Leben aber auf ihren Gott, der sie treu durch alles durchgetragen hat. Lesen Sie von ihrem Leben in Kontinente Nr. 5/2007 auf Seite 4. Viele weiter Lebensberichte unserer Schwestern finden Sie auf unserer Kongregationswebsite. |
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