MISSIONS-BENEDIKTINERINNEN VON TUTZING
ANGEBOTE:
Bildungshaus
Bernried
Tutzing
Stille Tage
Kloster
auf Zeit
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"Kloster auf Zeit"


DAHINTER


Hinter
den Wäschekörben




und Antiphonarien




und hinter der
Dogmatik
dahinter
da ist etwas.






Hinter den Prozessionen
durch den geweißelten
Kreuzgang
und hinter dem Ganzen
dahinter.

Silja Walter OSB



Reizt es Sie, ein wenig hinter dieses Geheimnis zu kommen? 
Überlegen Sie sich schon einige Zeit, ob ein Leben im Kloster, ein Leben zusammen mit einer Gemeinschaft von Frauen, für Sie das Richtige sein könnte?
Möchten Sie gerne einmal mit jemandem darüber sprechen und es ein wenig "ausprobieren"?

Wir laden junge Frauen zwischen 18 und 35 Jahren dazu herzlich ein!

Elemente dieser Zeit sind:

  • Teilnahme am Chorgebet und der Eucharistiefeier 
  •  Am Vormittag Mitarbeit in der Küche oder im Haus
  •  Begleitende Gespräche

Die Dauer des Aufenthaltes beträgt 1-2 Wochen.

Ansprechpartnerin: 
Sr. Ruth Schönenberger
E-Mail:  sr.ruth.s@missions-benediktinerinnen.de
Tel.: 08158 23-501  oder 23-470 (Klosterpforte)



Welche Erfahrungen und Eindrücke Frauen machten,
die für einige Tage unser Angebot angenommen haben,

können Sie
im folgenden lesen:


"Christus ist erstanden, kommt wir beten Ihn an - halleluja!"
Der Hymnus klingt nach und begleitet Herz und Geist als ich das Kloster verlasse.

Besonders waren die Tage, die ich bei den Missions- Benediktinerinnen über Ostern verbringen konnte.
Ruhelos und vom Alltag ermüdet, in dem mir die regelmäßigen "Oasenzeiten vor und mit GOTT" fehlen, komme ich in Tutzing an.
"Kloster auf Zeit" steht auf dem "Programm": Bewusst gewählt und einem inneren Gefühl des "Angesprochenseins" folgend, komme ich trotzdem nicht umher, ein wenig zögerlich zu denken:
"Das bedeutet ja terminlich eingebunden zu sein, arbeiten, Gebetszeiten einhalten... und auch noch früh aufstehen... ich brauche doch eigentlich Urlaub...!"

Doch es dauert nicht lange und ich kann mich einlassen auf den Rhythmus des Tages und die spürbare Gegenwart Gottes und segensreiche Tage beginnen.
Die Zusammenarbeit mit den Schwestern ist keine Pflicht, sondern macht Freude und bietet eine wunderbare Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, die Gebetszeiten werden zum Bedürfnis (leicht fällt mir das frühe Aufstehen!) und der Wechsel zwischen begleitendem Gespräch, stiller Reflektion und "Freizeit" zur Hilfe im Klären und  Sortieren und beim besseren Verstehen bereits bestehender und/ oder aufkommender Fragen, Gefühle und Sehnsüchte.
 "Kloster auf Zeit" hat mir (wieder) Raum und Zeit geboten, unter der Oberfläche zu schauen, auf den wahren Grund zu stoßen, mich ganz ehrlich und frei ansprechen zu lassen, von mir selbst wegzuschauen auf GOTT, (...) klarer wahrzunehmen, eine Sehnsucht zu spüren... 
Ein Ausspruch von Edith Stein fasst das Ganze für mich zusammen:
"Wir bedürfen der Stunden, in denen wir schweigend lauschen und das Wort Gottes auf uns wirken lassen."
A. F.


Eine kleine Gruppe von drei Frauen nahm die Gelegenheit wahr, in Tutzing "Kloster auf Zeit" zu machen. Eine der Teilnehmerinnen erzählt von ihren Eindrücken: 

"Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi, wo wohnst du?
Er antwortete: Kommt und seht!
Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm." (Joh 1, 38-39 )

Was wollt ihr? Was will ich? Was suche ich?

Gar nicht leicht zu beantwortende Fragen, die dieser Jesus stellt. Die Jünger antworten mit einer Gegenfrage: Wo wohnst du? Als ich mich vor etwa fünf Jahren zum ersten Mal von Jesus persönlich angesprochen fühlte, war meine Gegenfrage: Was um alles in der Welt willst Du ausgerechnet von mir?!

Seitdem hat mich diese Frage nicht mehr losgelassen, hat sich immer wieder neu gestellt, in immer anderen Formen. Eines taucht dabei immer wieder auf: Wo willst du mich haben, Herr? Etwa im Kloster?!

Seine Antwort ist: Komm und sieh!

Also komme ich zum Schauen. Wohin? Nach Tutzing. Warum dorthin? Letzten Herbst habe ich einen Kurs zum Thema Persönlichkeitsbildung aus dem Glauben heraus gemacht, der sich um die Regel Benedikts drehte. Dabei dachte ich: Das muss ich mir mal näher anschauen. Leben in der Spannung zwischen beten und arbeiten, das hört sich spannend an. Da ich St. Ottilien kannte, habe ich mich entschieden, das Leben der Schwestern in Tutzing kennen zu lernen.

Dort angekommen, strömten eine Woche lang viele Eindrücke auf mich ein: 

Die Kapelle und die Gemeinschaft:

Die Schwestern sitzen im Kreis um das Zentrum, den Altar, in einem hellen, Licht erfüllten Raum. Es kommt mir vor, als wäre eine permanente Bewegung in und zwischen den Schwestern. Frauen aus der ganzen Welt, versammelt um den Altar, um Gott zu dienen. 

Das Gebet:

Als Gäste dürfen wir (wir sind zu dritt bei Kloster auf Zeit) an allen Gebetszeiten teilnehmen, einschwingen in das Auf und Ab der alten Psalmen, verbunden sein mit der Gemeinschaft. Besonders beeindruckend empfand ich die Komplet, bei der wir von den Schwestern nach vorne, mitten in ihre Reihen geholt wurden. Es war für mich die intensivste Gebetserfahrung in Tutzing, im Kreis der Gemeinschaft den Tagesabschluss zu verbringen. 

Die Arbeit:

Als Studentin, die ich meistens den ganzen Tag über meinen Büchern sitze, war es für mich regelrecht erholsam, einmal einfache Handarbeit in der Küche zu verrichten. Dabei hat mich vor allem beeindruckt, mit welcher Ruhe dort gearbeitet wird und trotzdem (oder gerade deshalb?) alles rechtzeitig fertig wird. Wirklich erstaunlich. 

Was nehme ich mit, von meinem Schauen in Tutzing? Die Erfahrung einer Gemeinschaft von Frauen unterschiedlichster Herkunft, die in bewegter Spannung zwischen Gebet und Arbeit, Himmel und Erde leben. Und den Wunsch, wieder zu kommen.

An alle Schwestern, P. Guido und die Damen aus der Küche ein herzliches Dankeschön für die schöne Zeit!

C.K.


Der "Wegbereiter" (Magazin für Berufe der Kirche) berichtete vor einiger Zeit :

In Tutzing am Starnbergersee befindet sich das Kloster der Missions-Benediktinerinnen. Im Moment gibt es dort 4 Novizinnen. Insgesamt leben aber zur Zeit knapp 80 Schwestern im Klosterkonvent. In Ihrem Angebot haben Sie auch „Kloster auf Zeit". Der WEGBEREITER hat sie besucht und mit der Priorin Sr. Hildegard Jansing, mit der Novizenmeisterin Sr. Rachel Feller und mit zwei jungen Frauen, die in Tutzing das Kloster besuchten, gesprochen.

WEGBEREITER: Sr. Hildegard, was bewegt Ihren Orden das Angebot „Kloster auf Zeit" zu machen?
Sr. Hildegard: Kloster auf Zeit ist in unserer Gemeinschaft eines von mehreren Angeboten, um Menschen bei Ihrer Suche nach sich selber, nach Sinn, nach Gott zur Seite zu stehen. Da die Fragestellung und Ausgangslage der Frauen sehr unterschiedlich ist, haben wir nicht nur das Angebot „Kloster auf Zeit", sondern auch die Möglichkeit, „Stille Tage" bei uns zu verleben. Wenn die Frage schon etwas näher dahin geht, ob Leben in Gemeinschaft eine mögliche Lebensform für sie sein könnte, dann ist unser Angebot für diese Frauen passend.

WB: Was bedeutet das für Ihre Gemeinschaft? Mussten sie dadurch Ihren Lebensstil ändern?
Sr. Hildegard: Für unsere Gemeinschaft bedeutet das in erster Linie, dass wir uns öffnen. Wenn junge Frauen bereits zum zweiten oder dritten Male zu uns kommen, besteht die Möglichkeit, dass wir sie einladen, mit uns in der Klausur zu leben, um noch näher mitzubekommen, wie wir leben. Das schließt ein, dass wir uns ggf. auch „stören" lassen.
Ansonsten ist es eher so, dass wir die jungen Frauen mit hineinnehmen und ihnen Anteil geben an dem, was uns wichtig ist, am gemeinsamen Beten, am Schweigen, am gemeinsamen Arbeiten, an den Zeiten des (nicht nur geistlichen) Austauschs und des Gesprächs und nicht zuletzt an unserem Feste-Feiern.
WB: Sr. Rachel, wie viele Frauen haben im letzten Jahr das Angebot Kloster auf Zeit" angenommen?
Sr. Rachel: Im Jahr 2006 waren es ca. 20 junge Frauen, die das Angebot „Kloster auf Zeit" angenommen haben. Einige zum ersten Mal, andere kamen zu wiederholtem Male. Näheres gibt es unter www.missions-benediktinerinnen.de zu erfahren.

WB: Inwieweit spielt die Berufungspastoral eine Rolle dabei?
Sr. Rachel; Ich glaube, es ist eher umgekehrt. Weil sich Frauen in irgend einer Weise ge- oder berufen fühlen, suchen sie ein solches Angebot, um den vielleicht noch unklar wahrgenommenen Ruf zu deuten, zu verifizieren oder auch zu falsifizieren. In diesem Sinne der Unterscheidung ist unser Angebot vielleicht eine Hilfe auf dem Weg.



WB: Hallo N.N, Sie haben das Angebot der Schwestern wahrgenommen und verbringen jetzt ein par Tage hier im Kloster. Wie sind Sie darauf gekommen?
N.N.: Ich habe oft darüber nachgedacht, ob ich vielleicht mein Leben Gott schenken möchte, aber ich wollte wirklich wissen, oh dies auch mein Weg ist und nichts überstürzen. Daher habe ich mir vorgenommen, zwei Wochen in einem Kloster zu verbringen, um das dortige Leben besser kennen lernen zu können. Jedoch wusste ich nicht, in welches Kloster ich gehen könnte und so habe ich mich dann mit meiner Mutter unterhalten. Sie hat eine Schwester gekannt, welche mir dann die Adresse von Sr. Rachel Feller aus Tutzing gegeben hat, und so ist der Ball ins Rollen gekommen. Nach einigen Briefen stand dann fest, dass ich nach dem Weltjugendtag in Köln das erste Mal nach Tutzing zu den Missions-Benediktinerinnen fahren würde.

WB: Welche Menschen haben Sie auf Ihrem bisherigen spirituellen Weg besonders begleitet?
N.N.: Auf meinem spirituellen Weg begleiten mich eigentlich viele Menschen, aber besonders bedeutend sind drei Personen für mich: Da ist P. K., er kommt aus der Gemeinschaft der Seligpreisungen, und ich kenne ihn schon, seit ich 11 Jahre alt hin. Er hat mir zusammen mit Sr. M. die ersten Gehhilfen auf dem Weg zum katholischen Glauben gegeben. Und die dritte Person ist Sr. Rachel. Bei all diesen Personen weiß ich, dass ich auf sie zählen kann, wenn ich Hilfe oder einen Rat brauche, wie ich meinen Weg am besten erforschen kann, um die Worte, die mir Gott sagt, immer besser erfahren zu können.

WB: Was fällt Ihnen bei dem Gedanken, in einen Orden einzutreten, ganz schwer? Oder was ist es, was Sie anspricht?
N.N.: Nach dem Besuch in Tutzing hat mich die Suche nach meinem Weg nicht losgelassen und ich denke oft darüber nach, was eigentlich dafür oder dagegen spricht ins Kloster zu gehen.
Am schwersten ist es für mich, dass man vielleicht Freunde verlieren wird, weil sie nicht verstehen, wie man einen solchen Weg gehen kann. Vielleicht auch, dass es die eigenen Familienmitglieder nicht akzeptieren. Und am schwierigsten ist es, dass man das „Ja" zu Gott sagt.
Aber das ist eben das, was mich auch daran reizt. Nämlich mein Leben ganz Gott zu geben.


WB: Möchten Sie sonst noch etwas sagen?
N.N.: Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei all den Menschen bedanken, die mir immer zur Seite stehen und immer versuchen, einem die ehrlichsten Ratschläge zu geben.
WB: Vielen Dank



WB: Hallo N.N, auch Sie nutzen das Angebot „Kloster auf Zeit". Sie haben schon einmal das Angebot „Kloster auf Zeit" angenommen. Wie sind Sie daraufgekommen?
N.N.: Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich mit dem Gedanken, ob Gott mich dazu beruft, in einer Ordensgemeinschaft zu leben und mit der Frage, wie stark dieser Wunsch auch in meinem Herzen ruht. Und um Klarheit darüber zu bekommen, gibt es keinen besseren Ort als bei IHM selbst, zum Beispiel in einer Ordensgemeinschaft. Auf die Missions-Benediktinerinnen in Tutzing wurde ich durch Mutter Franziska, die Äbtissin vom Benediktinerinnen-Kloster St. Walburg in Eichstätt, aufmerksam.

WB: Wonach suchen Sie?
N.N.: Ich suche nach Gott und damit verbunden natürlich auch nach dem Weg, den Er für mich bestimmt hat.

WB: Welche Menschen haben Sie auf Ihrem bisherigen spirituellen Weg besonders begleitet?
N.N.:  Eine Person, die meinen Weg nachhaltig geprägt hat, ist ein Priester aus meiner Pariser Gemeinde während meines Auslandsstudiums. Er war nicht nur Vorbild, wie man die Nachfolge Christi konkret gestaltet, er war auch ein geduldiger Berater für alle Fragen rund um unseren Glauben.
Aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass der liebe Herrgott uns immer Menschen schickt, die unsere Wegbegleiter werden. Meine besten Freunde, ein verheiratetes protestantisches Ehepaar, haben mich auch immer wieder durch ihre andere Sicht dazu gebracht, meinen Glauben zu hinterfragen, zu überdenken und dann im gemeinsamen Gebet zu stärken.

WB: Haben Sie auch andere Ordensgemeinschaften besucht, wenn ja, was war anders als in Tutzing?
N.N.: Ich habe natürlich auch andere Ordensgemeinschaften kennengelernt und mich mit den unterschiedlichen Spiritualitäten verschiedener Gemeinschaften auseinandergesetzt. Ich glaube, es gibt da kein Patentrezept, was richtig oder falsch ist. Jeder muss den Ort finden, an dem die eigene Seele zur Ruhe kommt.

WB: Was fällt Ihnen am schwersten, wenn Sie über einen Eintritt in eine Ordensgemeinschaft nachdenken?
N.N.: Ich glaube, ich würde meine Familie und Freunde vermissen. Natürlich kann ich besucht werden, aber es ist doch anders.
Ich reise außerdem sehr gerne und nach einem Eintritt würde ich nicht mehr entscheiden können, morgen möchte ich dahin reisen, und es dann tun.

WB: Was lockt Sie?
N.N.: Am meisten zieht es mich in eine Ordensgemeinschaft, weil ich dort mein Leben ganz Christus hingeben kann. Diese Freiheit hat man in der „Welt" auch, aber es ist bedeutend schwieriger beispielsweise ein so intensives Gebetsleben, wie man es im Kloster hat, zu pflegen.

WB: Was geben Sie anderen jungen Frauen in ähnlichen Situationen mit auf den Weg?
N.N.: Ich würde ihnen sagen, dass sie dem Ruf. der immer wieder im Inneren erklingt, nachgehen sollen. Gott schickt uns keinen Brief, in dem Er uns mitteilt, was er mit uns vorhat, denn das würde bedeuten, dass er uns unserer Freiheit beraubt. Ich denke, dass es auch wichtig ist, Ansprechpartner zu finden, bzw. zu erkennen, um sich über alle Fragen, die mit so einem Weg aufkommen, austauschen zu können. Die Erkenntnis, dass es ein echter Weg ist und nicht eine Entscheidung von heute auf morgen, hat mir persönlich dabei auch weitergeholfen, denn so kann man in die Entscheidung hineinwachsen.
WB: Vielen Dank.


Sie können gerne bei uns auch Stille Tage verleben oder Exerzitien machen. 

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